Ghost Tree
Die Arbeit «Ghost Tree» von Christoph Rihs erkundet die Natur als flüchtiges Phänomen, das in der Kunst neu sichtbar und erfahrbar wird.
Der Ghost Tree – III steht in einer kleinen Waldlichtung in der Parkanlage des Schloss Wartegg. Es sieht aus, als wachse er in der Mitte dieser Lichtung, umgeben von kleineren und grösseren Bäumen. Tatsächlich hängt er jedoch knapp über dem Boden.
Die Arbeit besteht aus einem sich nach oben verjüngenden, schlanken Kegelstumpf, dessen Aussenhaut aus Geotextil besteht. Aus der Aussenhaut sind Blattkonturen und -nerven von Efeublättern und -ranken geschnitten. Sie erinnern an einen von Efeu umrankten Stamm. Das hellgraue Polypropylenvlies der Haut ist lichtdurchlässig und lässt einzelne Fasern erkennen, wodurch es eine Anmutung von japanischem Papier erhält. Die Aussparungen erzeugen eine mashrabiyya-ähnliche Halbtransparenz und erlauben sowohl Einblicke in das Innere als auch den Blick hinaus in die Umgebung.
Stabilisiert wird die Form durch eingenähte Eisenringe, die dem Objekt eine gleichmässige Rundung verleihen. Ihr Gewicht strafft diese Aussenhaut. Die Skulptur wird von feinen Seilen getragen, die an Astgabeln von vier hohen Bäumen abgespannt sind. Das Gewicht der Eisenringe spannt die Geotextilhülle nach unten und verleiht ihr die charakteristische, sich nach oben verjüngende Form. Trotz Grösse und Volumen erzeugen Durchlässigkeit und Materialstruktur den Eindruck einer leichten, schwebenden Form, die sich subtil im Wind bewegen kann.
Christoph Rihs

Christoph Rihs setzen sich mit Wahrnehmung, Raum und Struktur auseinander. Seine Werke bestehen aus Skulptur, Installation und räumlichen Konzepten.
Schloss Wartegg, Rorschacherberg
Zwischen dem Bodensee und den Ausläufern der Berge des Alpsteins liegt das Schloss Wartegg inmitten einer weitläufigen Parklandschaft.
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