Grandhotel Giessbach

Brienz

Oberhalb des Brienzersees liegt das Grandhotel Giessbach in unmittelbarer Nähe der Giessbachfälle. Natur, Geschichte und Gartenkultur prägen den einzigartigen Ort.

Das Grandhotel Giessbach wurde 1875 eröffnet und gehört zu den frühen Zeugnissen des Schweizer Tourismus. Das Gebäude aus der Belle Époque steht erhöht über dem Brienzersee, umgeben von Wald, Wasser und Weite. Die historische Standseilbahn verbindet See und Hotel bis heute. Die Anlage ist Teil des Naturpark Giessbach und wird von der Stiftung «Giessbach dem Schweizer Volk» getragen, die das Haus vor dem Abbruch bewahrte. Zum Hotel gehört ein Park mit über 100 historischen Zierpflanzen und Gemüsesorten. 2014 wurde die Parkanlage erneuert, ab 2019 der historische Gemüsegarten wieder genutzt. Die Pflege des Gartens knüpft an die Geschichte des Hauses an und verbindet sie mit einer gegenwärtigen Verantwortung für Natur und Kulturerbe.

In diesem Umfeld steht ein Werk von Christina Wendt. In ihrer Praxis konzentriert sie sich auf den Menschen. Ihre Figuren verzichten auf äussere Attribute und richten den Blick auf Haltung und Ausdruck. Sie wirken wie angehaltene Momente und treten in Beziehung zum Raum. In der Nähe von Wasser, Wald und historischer Architektur entsteht eine stille Begegnung mit menschlicher Präsenz.

Ein Werk von Karin Brenn ergänzt diese Konstellation. Ihre künstlerische Entwicklung führte von der Malerei zur Skulptur. Seit 2010 arbeitet sie dreidimensional, unter anderem mit der Kettensäge. Körperformen, Bewegung und Ausdruck stehen im Zentrum. Die Arbeiten entstehen aus inneren Bildern und unmittelbaren Impulsen und suchen eine eigene Präsenz im Raum.

Im Grandhotel Giessbach treffen ursprüngliche Naturkraft, kultivierte Gartenlandschaft und zeitgenössische Kunst aufeinander. Die Werke fügen sich sensibel in das Umfeld ein und eröffnen neue Perspektiven auf Landschaft und Geschichte.

Künstler:innen an diesem Ausstellungsort

Christina Wendt

Christina Wendt ist Keramikerin und Bildhauerin. In ihren ausdrucksstarken, meist lebensgrossen Figuren aus Keramik werden Menschlichkeit, Gestik und Zwischenmenschliches spürbar.

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Karin Brenn

Seite 1988 als freischaffende Künstlerin tätig, befasst sich Karin Brenn mit dem Ausdruck von Menschen und Tieren.

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